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Palazzo Zuckermann

Der Palazzo Zuckermann ist ein imposantes Paduaner Gebäude, das sich in Corso Garibaldi 33 befindet, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gebäude des Hauptpostamts.

Mehr als zwanzig Jahre lang wurde ein Teil seiner Räume als öffentliches Telefonamt genutzt.
Derzeit gehört es zum Komplex der Musei Civici di Padova und beherbergt im Erdgeschoss und im ersten Stock das Museum für Angewandte Kunst.
Der zweite Stock ist hingegen Sitz der neuen Einrichtung des Museo Bottacin.

In die ersten Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts fällt die Veränderung des städtischen Straßensystems von Padua mit der Eröffnung des "rettifilo", der das Stadtzentrum mit dem Bahnhof verbindet. Der 1868 genehmigte Bauleitplan sah die städtebauliche Erweiterung nach Norden gegenüber dem historischen Zentrum vor, mit Abrissen und Wiederaufbauten der Gebäude, die damals dem Verlauf des schiffbaren, heute zugeschütteten Kanals folgten, und die Platz schaffen sollten für die breite, gerade Straße, die zur Hauptverkehrsader der Stadt werden sollte. Heute trägt die gerade Straße den Namen Corso Garibaldi und, weiter nördlich, Corso del Popolo. Auf diese Hauptverkehrsader sollten neue Bauten in beherrschendem architektonischem Maßstab gegenüber den bestehenden blicken: ihre szenografischen Fassaden und monumentalen Ausmaße sollten der Stadt ein Bild von größerer Repräsentation und Fortschritt verleihen.

Fortschrittlich war auch der Auftraggeber des Gebäudes, der Cavalier Enrico Zuckermann, Inhaber der Zedapa, eines Unternehmens für Metallkurzwaren. Die Zedapa, die sich in der Nähe des Bahnhofs befand, war ein technologisch führender Industriebetrieb; Zuckermann war auch durch die innovative Art des Arbeitsvertrags bekannt geworden: zusätzlich zum Grundlohn der Mitarbeiter sah dieser Vertrag nämlich eine Prämie im Falle einer Steigerung der Unternehmensgewinne vor.

Im Jahr 1912 reichte der Unternehmer bei den technischen Ämtern der Gemeinde den Bauantrag ein, genau zeitgleich mit dem Beginn der Arbeiten für das angrenzende Postgebäude. Die Ingenieure Gino Farini und Alessandro Peretti, die Urheber der jeweiligen beiden Projekte, hatten eine Vorvereinbarung unterzeichnet, um die Grenzen streng abzustecken und um zu verhindern, dass das Nebeneinander der beiden Baufirmen den Fortgang der Arbeiten behindere. Das Gebäude, das zwischen 1912 und 1914 nach Entwürfen des Mailänder Architekten Filippo Arosio errichtet wurde, wurde von der Paduaner Firma Benetazzo fertiggestellt. Zunächst hielt es die öffentliche Meinung der Stadt nicht für angebracht, sich zu dem Werk zu äußern, da es Privateigentum eines Nicht-Mitbürgers war; nach seiner Fertigstellung jedoch wurde der Bau von der Presse gelobt für die Eleganz der äußeren Verzierungen, für das Licht, das die Innenräume durch die zahlreichen Fenster erhielten, und für die Vornehmheit des Ganzen.

Quelle: wikipedia

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