Bestpreisgarantie Kostenlose Stornierung Keine Anzahlung erforderlich Buchung in nur 2 Minuten Keine Kreditkarte erforderlich Rechnung für Geschäftskunden

Palazzo del Bo

Der Palazzo Bo, gemeinhin „Palazzo del Bo“ genannt,  ist seit 1493 der historische Sitz der Universität Padua.

Noch heute ist er Sitz des Rektorats und der Juristischen Fakultät.
Außerdem beherbergt er das älteste Anatomische Theater der Welt.

DIE GESCHICHTE

Die Universität Padua wurde im Jahr 1222 durch eine Abwanderung von Lehrenden und Studierenden aus dem Studium von Bologna gegründet.
Als sich die Universität an ihrem heutigen Sitz, dem Bo, niederließ, war seit ihrer Gründung bereits viel Zeit vergangen, und alle ihre Strukturen hatten sich von den ursprünglichen tiefgreifend verändert.
Sie war inzwischen durch den Rang ihrer Schüler und ihrer Lehrer berühmt geworden; darüber hinaus konnte sie tatsächlich als eine der bedeutendsten Universitäten Europas gelten und als die von ausländischen Studierenden am meisten besuchte unter den Universitäten der italienischen Halbinsel.
Wie so viele andere Anlagen mit einer langen historischen Lebensdauer weist auch jene des Bo eine recht komplexe Entstehung auf, mit Ereignissen, die im Laufe der Jahrhunderte dazu beigetragen haben, ihr Erscheinungsbild zu verändern. Eine historische Betrachtung der verschiedenen Bestandteile des Palastes, ausgehend vom klar bestimmten Kern des sechzehnten Jahrhunderts bis hin zu den imposanten Erweiterungen, die während der zwanzig Jahre der faschistischen Ära erfolgten, setzt daher das Verständnis der Ereignisse voraus, die im Laufe der Jahrhunderte das städtische und universitäre Leben geprägt haben.

Der Metzger hatte dort ein Gasthaus eröffnet (Hospitium Bovis), dessen Wahrzeichen ein Bukranion war, noch heute das Symbol der Universität Padua.Zwischen der heutigen via Cesare Battisti (früher via delle Beccarie) und der via 8 Febbraio (früher via S. Martino), in dem Bereich, der heute dem ältesten und monumentalsten Teil des Bo entspricht, standen drei Häuser im Besitz der adligen Familie Papafava; eines davon wurde Ca’ Bianca (domus alba a turri) genannt, und tatsächlich verweist ein Dokument von 1493 auf eine domus alba.
Man nimmt daher an, dass diese drei Gebäude den ältesten Kern des Palastes bilden, der somit auf das Jahr 1493 zurückgeführt werden kann.
Dieser Gebäudekern war dann in den Besitz eines Metzgers übergegangen, als dieser, nachdem er während der Belagerung der Stadt Fleischvorräte geliefert hatte, sie 1405 von Francesco I. da Carrara, dem Herrn von Padua, als Geschenk erhielt.

Die Bezeichnung „Palazzo Bo“ leitet sich gerade vom Namen des Gasthauses ab, das zu seinem ältesten Kern gehörte, und noch heute bleibt sinnbildlich das Symbol der Universität daher das Bukranion.

Die Universität erwarb 1493 das hospitium bovis; doch bevor es benutzbar wurde, mussten noch einige Jahre vergehen, denn erst 1501 fand seine feierliche Einweihung statt.
Dennoch waren diese ersten Arbeiten (1493-1501) der Anpassung nur der erste Schritt einer radikalen Umgestaltung, die einige Jahrzehnte später Gestalt annahm.
Die Universität sollte nicht mehr der provisorische und unruhige Sitz einer prekären, ständigen Veränderungen unterworfenen Studentenschaft sein, sondern eine Einrichtung, die nicht weniger notwendig war als die anderen, die das tägliche Leben regelten.

Im Jahr 1522 verfügte der Venezianische Senat (Padua stand unter der Herrschaft der Serenissima), dass auch die Künstler-Universität (es sei daran erinnert, dass diese in den mittelalterlichen Universitäten unterteilt waren in die universitas iuristarum der Juristen und die universitas artistarum, unter denen die führende Wissenschaft die Medizin war); es wurden daher imposante Arbeiten zum Umbau und zur Erweiterung des Palastes begonnen.

Der Bau, um den herum sich der Palast entwickelt, ist der berühmte Cortile Antico, ein Loggienhof mit doppelter Säulenordnung, der sich über zwei Stockwerke erstreckt: gerade bei dieser Gelegenheit nahm er die Form an, die wir heute kennen. Zur sehr schlichten Struktur der doppelten Loggia öffneten sich (und öffnen sich teilweise noch immer) die Säle, in denen die Vorlesungen gehalten wurden; der Grundriss ist jener eines Klosterkreuzgangs, womit eine alte Verbindung zwischen den Universitäten, Stätten der Kultur, und den Klöstern, ebenfalls Stätten des Studiums und der Meditation, angedeutet wird.
Dieser radikale architektonische Eingriff wird (auch wenn es keine Quellen gibt, die ihn ausdrücklich bezeugen) dem Architekten Andrea Moroni zugeschrieben, der in jenen Jahren in der Stadt sehr aktiv war (er war es nämlich, der den „Palazzo Comunale“ entwerfen und errichten sollte, der noch heute in Gebrauch ist).
Der Cortile Antico ist gänzlich mit zahlreichen Wappen geschmückt, die dort bis zum Ende des siebzehnten Jahrhunderts angebracht wurden, um die Familien der Studierenden und jener darzustellen, die innerhalb der Universitas Patavina akademische Ämter bekleideten.

Im Jahr 2013 wurden die Restaurierungsarbeiten im malerischsten Teil des Palastes, dem berühmten „Cortile Antico“, abgeschlossen; das Vorhaben umfasste die Erhaltung der Bausubstanz und die Restaurierung aller dekorativen Verzierungen mit der Beseitigung jüngerer, nicht passender Eingriffe.
Es wurden die statische Festigung von Rissen im Mauerwerk, die Verstärkung der beschädigten Gewölbe und die vollständige Überarbeitung der Dächer mit der Erneuerung der in schlechtem Erhaltungszustand befindlichen tragenden Strukturen durchgeführt. Es wurden alle Steinelemente, der historische dekorierte Wandputz, die bedeutende Sammlung heraldischer Wappen, Ädikulen und Gedenkbüsten restauriert.
Schließlich umfasste der Eingriff die Reinigung des Bodenbelags des Hofes und des Säulengangs aus Trachyt, die im Laufe der Jahrhunderte ihre ursprüngliche Färbung verloren hatten.

Im Zugangsraum zur südlichen Treppe, über die man zur oberen Loggia hinaufsteigt, steht die Statue von Elena Lucrezia Cornaro, die 1678 an der Universität Padua promovierte und vor allem die erste Frau der Welt war, die einen akademischen Grad erlangte (in Philosophie).
Die Statue ist ein Werk von Bernardo Tabacco, einem Bildhauer des achtzehnten Jahrhunderts aus Bassano, und gehört zu einem grandiosen Monument, das der Vater von Cornaro (ein venezianischer Adliger von altem Geschlecht) ihr zwischen 1684 und 1869 in der Basilica di Sant’Antonio hatte errichten lassen, 1773 in den Palast überführt, wie die Inschrift am Sockel der Statue selbst besagt.

DIE WAPPEN

Einer der charakteristischen Aspekte des Palastes, der den Besucher sofort beeindruckt, ist die unglaubliche Zahl an Wappen, gemalt und in Relief, die nicht nur den Vorraum und die Loggien schmücken, sondern auch viele Säle und andere Räume, angefangen bei der Aula Magna.
Die Zahl dieser Wappen, sowohl die gemalten als auch die in Relief ausgeführten zusammengenommen, erreicht etwa 3.000.
Gerade die Ausartung dieser Sitte veranlasste die Venezianische Regierung 1688, die Anbringung neuer Wappen zu verbieten, da man, um Platz für die neuen (von gewaltiger Größe) zu schaffen, die alten zerstören musste, mit dem Verlust der mit ihnen verbundenen Zeugnisse. Eine sorgfältige und gewissenhafte Neuordnung aller Wappen wurde zwischen 1930 und 1940 von Antonio Brillo durchgeführt.

Anfänglich wurden die Wappen gemalt; die universitas artistarum beauftragte zuerst Francesco Falzapato und dann Dario Varotari (im Jahr 1581) mit der Aufgabe, die Wappen der Rektoren und Ratsmitglieder zu malen.
Im Jahr 1590 wurde festgelegt, dass die Wappen aus Stein gefertigt werden mussten, auch wenn der Brauch, sie zu malen, beibehalten wurde.

Der Hinweis auf die Wappen ist nicht nur in künstlerischer Hinsicht von Bedeutung, sondern führt auch zu einer Betrachtung eines grundlegenden Bestandteils der Universität: der Studierenden.
In diesem Zusammenhang ist nämlich bekannt, dass seit sehr fernen Zeiten alle Studierenden, die die Universität Padua besuchen wollten, mit Ausnahme der Mönche (sofern sie nicht Bischöfe, Äbte oder Prioren waren), sich in das Matrikelregister (verwaltet vom bidellus) eintragen mussten und zugleich schwören mussten, den Rektoren zu gehorchen (von dem Eid befreit waren die Studierenden, die Söhne oder Brüder von Königen waren).

Die Studierenden waren nach Nationen unterteilt, deren Zahl im Laufe der Epochen variierte, und jede Nation wählte ihren eigenen Ratsmann.
Die Wappen stellen daher neben den Rektoren und den Ratsmitgliedern auch die Studierenden aus den verschiedenen nationes dar und natürlich auch die professores (die im Mittelalter, wie die Rektoren, von den Studierenden gewählt wurden).

DER PALAST

Ab 1932 wurde durch den Abriss der letzten umliegenden Gebäude der neue Flügel des Palastes errichtet, der sich um den „Cortile Nuovo“ gliedert, auch „Cortile Littorio“ genannt.
Diese imposanten Arbeiten zur Erweiterung und zum Umbau des Palastes wurden unter dem Rektorat von Carlo Anti durchgeführt und von Gio Ponti sowie zahlreichen Künstlern des zwanzigsten Jahrhunderts ausgeführt, die mit Skulpturen und Fresken zur Ausschmückung des neuen Flügels beitrugen, in dem sich die akademischen Wohnungen und das Rektorat befinden.
Der damalige Rektor Carlo Anti gab der Universität, auch dank der beträchtlichen Finanzmittel der Regierung, einen Erneuerungsimpuls, indem er nicht weniger als fünf wissenschaftliche Institute (zwei Institute der Medizinischen Fakultät und drei der Ingenieurwissenschaften) in ebenso vielen Außenstellen unterbringen ließ und in der Via Marzolo das Studentenhaus errichten ließ, das 1934 eingeweiht wurde.

Diese Eingriffe haben der Anlage ihr heutiges Gesicht verliehen; sie stellen, trotz einiger schmerzlicher Abrisse, einen Beweis für die funktionale Wiederherstellung einer historischen Anlage dar.
Ein zentrales Anliegen für Carlo Anti, einen Mann von großem historisch-künstlerischem Feingefühl, war, dass diese jahrhundertealte Architektur mit der Würde und dem Respekt bewahrt würde, auf die sie Anspruch hatte, dass sie aber zugleich kein Museum sein sollte, sondern etwas weitaus Lebendigeres, trotz ihrer Last an Funden und Geschichte. Er war Professor für Archäologie, und vielleicht war ihm gerade deshalb die Erstarrung bewusst, die ein Museum leicht hervorrufen kann.
Bei der Gestaltung des Bo bewies er seinen Respekt vor der Geschichte und versuchte zugleich, sie ins rechte Licht zu rücken und für das universitäre Leben nutzbar zu machen.

Die Galerie des Rektorats und der Cortile Nuovo

Von der Galerie des Rektorats beginnt der Besuch der akademischen Wohnung. Die Freskendekoration (wie im Bild) mit den Darstellungen der damals unter venezianischer Herrschaft stehenden oder kulturell mit der Universität Padua verbundenen Städte wurde von Pietro Fornasetti (in der Zeit zwischen 1942-1943) unter der Aufsicht von Gio Ponti ausgeführt.
Im Jahr 1956 vollendete Fulvio Pendini die Dekoration des Raumes, indem er auf den mittleren Pfeilern die Bildnisse jener Studenten Paduas hinzufügte, die Heilige oder Selige wurden oder zu den höchsten Würden der kirchlichen Laufbahn aufstiegen.
Es sei nämlich daran erinnert, dass unter den Studenten, neben sehr zahlreichen Kardinälen und Bischöfen, auch drei Päpste waren: Benedikt XI., Eugen IV. und Sixtus IV. (der nicht zufällig mit einer Bulle die Verwendung von Leichnamen für den Anatomieunterricht gestattete, was zum Bau des Anatomischen Theaters, ebenfalls innerhalb des Palazzo Bo, führte).

Die Galerie dient als Verbindung zwischen dem neuen und dem alten Teil des Bo.
Die Galerie wird über eine monumentale Treppe erreicht, die sich im Vorraum des Haupteingangs des Palastes befindet.
Der Zugang ist von der via 8 Febbraio aus möglich, durch ein monumentales Bronzeportal, das 1922 aus der Bronze der während des Ersten Weltkriegs erbeuteten Kanonen und mit den Namen der in jenem Konflikt gefallenen Studenten gefertigt wurde; gleich beim Eintreten befindet man sich nämlich in einem Vorraum, der „Vorraum der Helden“ genannt wird, von hier aus gelangt man zur Treppe, die zum Rektorat führt. Am Fuße der Treppe finden wir eine Statue von Arturo Martini, die Palinurus darstellt, zum Andenken an Primo Visentin, den Anführer der Partisanenbrigade Martiri del Grappa, um an seinen heldenhaften Tod zu erinnern.

Die Treppe wurde von Gio Ponti und Fulvio Pendini dekoriert und mit Fresken versehen; die Treppe wird die „Treppe des Wissens“ genannt.
Dies, weil auf ihr die Entstehung der Menschheit und des Wissens sowie die Entwicklung der Wissenschaften dargestellt sind, durch die der Student unter der Führung des Meisters emporsteigt, bis er, alt geworden, das Motto des sechzehnten Jahrhunderts „anchora imparo“ murmelt.
Die Gestalten haben die charakteristische „novecentistische“ Silhouette von Gio Ponti.

Der Cortile Nuovo, ein Werk des Veroneser Architekten Ettore Fagiuoli, ist aus Osera-Stein erbaut und erfüllt eine funktionale Rolle, indem er das Problem der Verbindung zwischen den verschiedenen Strukturen löst, die die Anlage des Bo in jüngerer Zeit geprägt haben.

Die hängende Struktur, die den Cortile Nuovo begrenzt und die „Sala del Collegio Accademico“ umschließt, rahmt ein großes Hochrelief aus Travertin von Attilio Selva ein, geschaffen 1939, das den voluntaristischen Geist des Paduaner Studentenlebens (eine Anspielung auf die Aufstände von 1848) verherrlicht und das die apologetischen Züge des faschistischen Nationalismus widerspiegelt.

Angesichts dieser architektonischen Merkmale ist leicht zu verstehen, warum der Hof auch „Cortile Littorio“ genannt wird.
Auf den Hof gehen die Aula degli Studenti und die Aula delle Studentesse hinaus, ein Treffpunkt der Studierenden, beide Säle sind gänzlich mit Fresken versehen.
Im hinteren Teil des Hofes ragt das Hochrelief der Minerva-Victoria empor, ein Werk von Paolo Boldrin (1942), und an der Südseite wurde das erste monumentale Tor der Universität, das einst auf die heutige via Cesare Battisti blickte, wieder zusammengesetzt.

Die Aula Magna und die Räume

Hier hatte zunächst die Scuola Grande dei Legisti ihren Sitz, die dann zu einem Zeichensaal herabgestuft worden war.
Die heutige Aula Magna entstand aus der Umgestaltung dieses Saales, die 1854-1856 vorgenommen wurde, und sie ist zugleich das Ergebnis des Eingriffs von Gio Ponti im Jahr 1942, der vor allem die Südwand betraf, jene, an der man das Motto der Universität „UNIVERSA UNIVERSIS PATAVINA LIBERTAS“ liest, die Sitze für das akademische Kollegium an den Seiten und die Neuordnung der überaus zahlreichen Wappen, die den Saal übersäen.

Während der Restaurierungen des neunzehnten Jahrhunderts wurde die Decke um etwa fünf Meter erhöht, zu diesem Anlass 1854 von Carlini mit Fresken versehen, was die Maße des Saales erheblich veränderte und in ihm gewisse szenografische Aspekte betonte; trotz der verschiedenen Umarbeitungen weist die Aula Magna noch heute ein Erscheinungsbild auf, das ihre alte Bedeutung und ursprüngliche Größe auszudrücken vermag.
Die schlichte Bauweise des sechzehnten Jahrhunderts ihrer Strukturen, ihre Weite, die durch die Höhe der Decke unterstützte Strenge vermitteln ein starkes Gefühl der Feierlichkeit, das den Funktionen des Ortes angemessen ist.

Bevor man die Aula Magna betritt, durchquert man ein Vorzimmer, das „Der Saal der Vierzig“ genannt wird.
Der Saal hat seinen Namen von den Bildnissen von vierzig berühmten Schülern der Universität, die an die Wände gemalt sind.
Es handelt sich um vierzig sinnbildliche Vergegenwärtigungen, nicht um wahre Porträts, in Tempera gemalt von Giacomo da Forno im Jahr 1942.
Ihr Wert ist daher nur symbolisch und nicht ikonographisch; die Erinnerung an diese berühmten Männer ist integraler Bestandteil der Geschichte der Universität, und nicht zufällig haben sie ihren Platz in eben dem Saal, der das Katheder Galileis beherbergt.
Unter diesen vierzig Schülern finden sich zum Beispiel: William Harvey, Nikolaus von Kues (Cusanus), Georg Wirsüng, Michel de l’Hospital, Nikolaus Kopernikus und zahlreiche andere.

Der Saal wird von der Gegenwart des Katheders Galileis beherrscht, über dem ein Porträt von ihm hängt; der Wissenschaftler war nämlich von 1592 bis 1610 Lehrer an der Universität[26]. Vor Kurzem wurde das Katheder, das aus Holzbrettern besteht, akribisch restauriert, und die Analyse des Holzes hat sein Alter und seine Echtheit bestätigt.

Von der Südseite der Aula Magna aus gelangt man in einen weiteren Raum, einen großen Saal namens „Die Basilika“, der seinen Namen von seiner durch die Säulen rhythmisierten räumlichen Gliederung hat.
Zuvor befand sich in diesem Saal das physikalische Laboratorium aus dem achtzehnten Jahrhundert.
Noch früher hätte hier die Universitätsbibliothek nach dem Entwurf von Girolamo Frigimelica untergebracht werden sollen, von dem zwei Portale erhalten sind, die heute als Verbindung zwischen der Juristischen Fakultät und der Basilika dienen.

Der Saal wurde zwischen 1940-1942 gänzlich mit Fresken versehen; dargestellt sind die Taten der universitären Jugend von 1848 an.
Die zahlreichen Säulen sind in pompejanischem Rot gemalt, das die Farbe der Universität Padua ist, und unterstreichen die Verbindung des Saales, eben Basilika genannt, mit einer Basilika römischen Typs.
Die Einrichtung des Saales ist ein Werk des Architekten Gio Ponti, wie die übrigen akademischen Räume des Palastes. Von der Basilika aus hat man dann Zugang zur Galerie des Rektorats und zum Saal des Akademischen Senats.

Die Säle der Fakultäten

Innerhalb des Bo wurde bei den verschiedenen Anpassungsarbeiten darauf geachtet, dass alle Fakultäten innerhalb des Palastes mindestens einen ihrer Repräsentationssäle behielten, in denen einige feierliche Anlässe stattfinden konnten, wie etwa die Promotionsfeiern, die noch heute, nur für einige Schulen (ehemalige Fakultäten), in diesen Sälen abgehalten werden.
Die vertretenen Fakultäten sind: Rechtswissenschaft, Medizin, Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften.

Besonderer Aufmerksamkeit würdig ist der Saal der Medizinischen Fakultät, der von der oberen Loggia des Cortile Antico aus erreicht wird.
Der Saal bewahrt eine mittelalterliche Decke; an den Wänden hängen zahlreiche Gemälde berühmter Ärzte und Anatomen, angefangen beim hochberühmten Anatomen Gian Battista Morgagni, ehemals Professor an der Universität Padua.
Auf die Gestaltung in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geht das Fresko zurück, das die gesamte Südwand des Saales bedeckt, ein Werk von Achille Funi, das Studien menschlicher Anatomien darstellt.
Ebenfalls im Saal finden wir eine Vitrine, die die Schädel von sieben Professoren bewahrt, die ihren Körper der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung stellten.
Der Saal ist zudem mit zwei imposanten hufeisenförmigen Holztischen ausgestattet.
Durch eine kleine Tür im Inneren des Saales, überragt von der Inschrift „MORS UBI GAUDET SUCCURRERE VITAE“ und von einigen Gemälden, darunter jenes von Gerolamo Fabrici d’Acquapendente, gelangt man zum Anatomischen Theater.

Obwohl der Palast noch immer aktiver Sitz der Universität ist, kann er an allen Tagen durch geführte Touren besichtigt werden.

VIRTUELLER RUNDGANG

Seit 2016 ist es möglich, die Repräsentationssäle und das Rektorat zu besichtigen über Google Street View >>>

 

Quelle: wikipedia

Weitere Reiserouten